Quitte Verarbeitung – Was du aus Quitten alles schönes machen kannst

Quitten – Anbau, Ernte und Verarbeitung

Im Herbst ist auch die Zeit der Quittenernte. Doch wie baut man sie am besten an? Wie verarbeitet man sie? Wer keinen eigenen Quittenbaum hat, kann jetzt auf den Obst- und Gemüsemärkten fündig werden.


Quitten – Anbau


Bei Quitten unterscheidet man zwei verschiedene Typen: Apfelquitten und Birnenquitten. Der Name verrät die Grundform. Apfelquitten sind rundlich, also mehr wie ein Apfel geformt. Birnenquitten sind tropfenförmig und demzufolge mehr wie eine Birne geformt. Birnenquitten können sehr hart sein, sodass man sie kaum mit dem Messer schneiden kann. Da ist bei Apfelquitten je nach Sorte etwas einfacher. Ich habe mittlerweile von jedem Typ eine Sorte.

Quitten benötigen einen sonnigen Standort mit normaler Bodenfeuchte. Sie wachsen sehr langsam und können mit regelmäßigem Schnitt klein gehalten werden. Deshalb kann man sie auch dort pflanzen, wo man nicht so viel Platz hat. Man sollte jedoch möglichst einen windgeschützten Standort wählen, da Quitten bruchempfindlich sind. Sie benötigen fast jedes Jahr einen Pflegeschnitt, da sie sonst sehr dicht und krankheitsanfällig werden. Auch neigen sie mitunter dazu, Wasserreiser quer durch den Baum zu treiben. Ein Blick mit der Gartenschere in der Hand lohnt sich im Frühjahr.

Wer Bäume selbst veredeln kann, der kann sich durchaus auch mal an der Veredelung von Quitten versuchen. Als Unterlage eignet sich Eberesche. Da lohnt es sich Nachbarn, Bekannte oder Kollegen nach einem Edelreis im Frühjahr zu fragen.


Quitten – Ernte


Sobald die Früchte eine gelbe Grundfarbe bekommen, kann man ernten. Zu lange sollte man nicht warten, denn bei ungünstigen Bedingungen können die Früchte innen braun werden. Möchte man die Früchte nicht sofort verarbeiten, sollte man einen trockenen Tag zum Ernten nutzen. Dann lassen sich die Quitten kühl auch noch einige Zeit lagern.


Quitten – Verarbeitung


Je nach Erntemenge gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Quitten zu verarbeiten. Hat man nur wenige Früchte, lohnt sich Gelee oder Marmelade. Wir mögen Gelee lieber, deshalb koche ich nur Gelee. Grundsätzlich gilt bei jeglicher Verarbeitung, dass man die pelzigen Haare der Früchte komplett abwaschen bzw. abreiben muss. Diese bringen einen pelzigen, bitteren Geschmack mit, den man lieber vermeiden sollte.


Quitten-Gelee


Hierfür werden die Quitten abgerieben und gewaschen. Anschließend werden die Früchte halbiert und Blüte, Stiel und Kerngehäuse entfernt.

Quitte Verarbeitung Quitten zerschnitten

Anschließend werden die Hälften in dünne Scheiben geschnitten und in einen Topf gegeben. Damit das Gelee eine schöne Farbe bekommt, gebe ich entweder rote Schalen von Äpfeln, Aroniabeeren oder dunkle Weintrauben dazu.

Quitten mit Aroniabeeren und Äpfeln

Nun wird Wasser aufgegossen und die Quittenstücke müssen kochen. Wenn die Stücke weich genug sind, kann man die Flüssigkeit durch ein Sieb ablaufen lassen.

Quitten mit Wasser aufgießen und kochen

Die Flüssigkeit wird abgemessen, damit man die Menge des Gelierzuckers bestimmen kann. Quitten enthalten Pektin, sodass man Gelierzucker 2:1 nutzen kann. Bei Saft verwendet man auf 750ml Flüssigkeit 500g Gelierzucker. Der Zucker wird in den Saft gegeben und anschließend aufgekocht. Damit das Gelee schön fest wird, muss es sprudelnd kochen. Anschließend nimmt man den Topf vom Herd und gießt das flüssige Gelee sofort in Gläser und schraubt diese zu. Damit man die Gläser nicht vollkleckert, kann man einen Metalltrichter verwenden:


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Quittengelee in Gläsern

Bei einer größeren Menge an Quitten, kann man diese auch zu Saft verarbeiten. Aufgrund des säuerlichen Geschmacks, mischt man Quitten am besten 1:2 mit Äpfeln. Sehr gut eignet sich dazu dieser Entsafter von Braun:

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Mittlerweile gibt es den Entsafter in verschiedenen Farben. Er hat im Vergleich zu kleineren einige Vorteile. Er hat ein großes Saftgefäß. Wobei hier immer die Grundregel gilt, wenn es gerade schön zu entsaften geht, sollte man schnell nach dem Behälter schauen, da er vermutlich gleich voll ist.

Bei guter Saftausbeute muss man den Tresterbehälter nur bei jedem zweiten vollen Saftbehälter. Die Leerung ist einfach und auch die Reinigung geht schnell.

Anschließend muss der Saft noch durch ein Sieb gegossen werden, damit der Schaum getrennt wird. Damit der Saft haltbar wird, wird er auf 82°C erhitzt und anschließend sofort in Bag-in-Box Beutel eingefüllt. Zum Erhitzen eignet sich der folgende Behälter mit 30 Liter Fassungsvermögen:

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Und die passenden Bag-in-Box Beutel:

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Ich hoffe, dass dieser Artikel dir weitergeholfen hat und du ein paar Ideen und Inspirationen mitnehmen konntest, wie du Quitten verarbeiten kannst.

Ich wünsche dir viel Spaß und Freude dabei.

 

Liebe Grüße,

Christina

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