Möhrenvielfalt – mit eigenem Anbau von Möhren zu großer Auswahl an Möhrensorten

Möhrenvielfalt – Wie auch bei dir verschiedenartige Möhren gedeihen

Wie auch bei anderem Gemüse liebe ich Sortenvielfalt. Je bunter die Sorten sind, umso mehr reizt mich der Anbau. Deshalb möchte ich mit diesem Beitrag von meinen Erfahrungen im Anbau verschiedener Möhrensorten berichten.


Möhrenvielfalt – Warum sollte man sich mit verschiedenen Sorten beschäftigen?


Eigentlich kann man diese Frage relativ kurz beantworten: weil man ganz viel verpasst. Verschiedene Sorten sehen nicht nur unterschiedlich aus, sie schmecken auch unterschiedlich und haben eine unterschiedliche Konsistenz. Manche haben einen herben Geschmack, andere sind süß. Wieder andere sind besonders zart. Je mehr Sorten man anbaut, umso mehr Auswahl hat man. 🙂

Ein weiterer Fakt ist, es gibt oft nur die klassisch orangefarbenen Möhren zu kaufen. Violette Möhren werden seltener angeboten. Ähnlich ist es auch bei gelben oder weißen Möhren. Aber nicht nur die Vielfalt ist ein Grund, Möhren selbst anzubauen. Auch der Geschmack ist bei eignem Anbau viel intensiver.


Möhrenvielfalt – Möhrenanbau mit einigen Sorten


Aron: Bei dieser Sorte handelt es sich um eine zarte, kurze Möhre. Sie hat einen herrlichen süßen Geschmack. Besonders eignet sie sich für die Ernte zwischendurch. Weil sie sehr kurz und stumpf ist, kann man die größeren Möhren zwischendurch ganz einfach ernten.

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Red Samurai: Diese Sorte sieht vor allem außergewöhnlich aus. Geschmacklich sticht sie nicht hervor. Es gibt nur wenige Möhrensorten, die rot aussehen, ohne in die Richtung Purpur oder Lila zu gehen.

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Gniff: Diese Möhre ist auch wieder eine kurze Möhre. Sie besticht durch das weiße Innere in Verbindung mit Lila.

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Cosmic Purple: Bunte Möhrensorten sind sehr zahlreich. Diese hat jedoch nur eine rote Schale. Das Innere ist orange. Deshalb sollte man diese Möhren mit einer Bürste säubern und mit Schale essen. Sie ist sehr zart und für Kinder optimal geeignet. Schneidet man sie in Scheiben, bietet die dunkle Schale sehr schönen Kontrast. Bei guten Bedingungen können diese Möhren sehr dick werden.

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Purple Sun: Diese Sorte ist mit Abstand die dunkelste Möhre. Sie ist nicht nur außen lila, sondern auch im Inneren. Geschmacklich kann sie auch mithalten, denn sie ist wunderbar süß.

Purple Elite: Violette Möhren mit einer gelben Mitte gibt es in verschiedenen Sorten. Diese Sorte bildet sehr lange Möhren aus. Sie wachsen sehr gut und können richtig große Möhren bringen. Geschmacklich sind sie nicht so süß wie andere Sorten, sondern eher herzhaft. Deshalb eignen sie sich für Salate sehr gut oder zum Kochen. Man muss aber bedenken, dass sie ihre Farbe abgeben und damit anderes Gemüse einfärben. Aufgrund der Länge muss man mit Schaufel oder Spaten die Erde lockern, sonst brechen die Spitzen ab.

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Harlequin-Mischung: Hierbei handelt es sich nicht um eine eigenständige Sorte sondern um eine Mischung verschiedener Sorten. Sie enthält weiße, gelbe, orangefarbene und violette Möhren. Baut man diese Mischung an, hat man schon eine schöne optische Vielfalt. Die weißen und gelben Möhren haben viel Süße. Bis auf die violetten Möhren werden alle anderen mitunter sehr groß und dick. Man sollte sie also nicht zu dicht aussäen. Leider brechen sie schnell ab, sodass man stets eine Schaufel oder einen Spaten zum Lockern der Erde nutzen sollte.

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Caracas: Hier handelt es sich auch um eine kurze Möhre.

Sie ist ähnlich der Sorte Aron, läuft aber spitzer zu und ist im oberen Bereich nicht so stark gestaucht. Sie ist auch etwas länger.

Geschmacklich ist sie nicht so sehr süß, aber dennoch aromatisch. Auch bei ihr kann man zwischendurch größere Möhren herausziehen.

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Möhrenvielfalt – der Anbau


Möhren sind eigentlich ein anspruchsloses Gemüse. Man sät etwa Anfang April nicht zu dicht in Reihen. Der Boden sollte schön locker sein. Möhren möchten Nährstoffe, sind aber keine Starkzehrer. Deshalb eignet sich ein Platz auf einem Beet, welches im Vorjahr gut gedüngt wurde.

Bei längeren Trockenphasen im Sommer kann man ab und zu etwas gießen, aber eigentlich ist das nur in Extremsommern notwendig.

Möhren wachsen im Herbst nochmal unheimlich. Deshalb sollte man je nach Größe ab September die dicken Möhren einzeln herausziehen und die kleinen noch wachsen lassen. Ausdünnen fördert das Dickenwachstum der kleinen Möhren.

Von Zeit zu Zeit sollte man das Unkraut entfernen. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt hemmt den Aufwuchs von Unkraut. Gleichzeitig trocknet der Boden weniger aus. Damit die Möhren gut wachsen können, sollte das Unkraut regelmäßig „überwacht“ werden.


Möhrenvielfalt – Fazit


Auch wenn das Angebot im Supermarkt mittlerweile schon größer geworden ist, bekommt man trotzdem überwiegend orangefarbene Möhren zu kaufen. Möchte man farblich unterschiedliche Sorten, sollte man mit dem Eigenanbau beginnen. Zusätzlich nimmt der Körper bei mehrfarbigen Möhren unterschiedliche sekundäre Pflanzennährstoffe auf, sodass bunte Möhren auch gesünder sind.

Vielleicht interessieren dich auch weitere Beiträge für mehr Vielfalt im eigenen Anbau: Bohnenvielfalt und Gurkenvielfalt

Liebe Grüße,

Christina

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  1. Hallo Chrissi,

    ist das Zufall, dass Du fast zur gleichen Zeit einen Beitrag über bunte Möhren veröffentlichst? Find ich auf jeden Fall witzig!

    Ich habe meine ja durch Kreuzung bunter gemacht; aber Deine Sammlung kann sich auch sehen lassen!

    Vermehrst Du Deine Möhren (schon oder bald) auch selbst? (Dann wär‘ ich an Saatgut interessiert)

    Schöne Tage auf jeden Fall und einen allerbesten Start ins Neue Gartenjahr wünsche ich!
    Liebe Grüße
    J:)rgen

    1. Lieber Jürgen,
      das ist wirklich ein lustiger Zufall 🙂

      Ich habe dieses Jahr nur klassisch orangefarbene Möhren aus dem Vorjahr stehen lassen. Die Samen habe ich gewonnen und werde sie nächstes Jahr nutzen. Die Möhrenvielfalt von diesem Jahr sind alle aus gekauftem Samen. Von jeder Sorte werde ich welche über den Winter stehen lassen und nächstes Jahr die Samen gewinnen. Damit werden die Möhren hoffentlich noch bunter 🙂 und natürlich schicke ich Dir Samen zu. Geplant ist bei mir, dass ich in den nächsten Jahren hauptsächlich nur noch eigenes Saatgut verwende. Gerade die ausgefallenen Sorten summieren sich ganz schön. Außerdem finde ich die kunterbunten Durchmischenden sowieso genauso spannend wie Du. Mal sehen, was sich daraus kreuzen lässt.

      Dir auch eine schöne Zeit und einen guten Start ins neue Anbaujahr!
      Liebe Grüße
      Christina

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