Direktsaat oder Vorziehen – bei welchem Gemüse macht man was?

Direktsaat oder Vorziehen – Wie sollte man entscheiden

Direktsaat oder Vorziehen – warum sollte man nicht einfach alle Samen direkt ins Beet säen?

Kleine Pflanzen durch Aussaat in kleinen Töpfchen vorzuziehen ist nicht nur mit Aufwand verbunden, man benötigt auch Platz vorm Fenster. Es gibt aber leider wärmebedürftige Pflanzen, die bei Direktsaat im Freiland viel zu lange brauchen, bis die Früchte wachsen und die Ernte könnte erst im Herbst erfolgen. Bei manchen ist die warme Zeit viel zu kurz und man hat nichts davon. Deshalb ist es grundsätzlich sinnvoll, wärmebedürftige Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Aubergine, Melone etc. bereits auf der Fensterbank keimen und wachsen zu lassen. Im Folgenden sollen nun die einzelnen Gemüsearten und ihre Aussaat kurz erläutert werden.


Direktsaat oder Vorziehen – Tomaten, Paprika und Chili


Da die Pflanzen viel zu lange brauchen, bis sie Früchte ansetzen und die Reife ebenfalls noch einige Zeit dauert, muss man sie zwingend vorher in kleinen Töpfchen aussäen. Der beste Zeitpunkt ist Ende Januar bis Mitte Februar. Mitunter brauchen Paprika- oder Chilisamen bis zu 4 Wochen bis sie endlich keimen. Deshalb kommen bei mir die Samen spätestens Mitte Februar – lieber eher – in die Erde. Auch sollten die Samen schön warm stehen, sonst dauert es auch ewig, bis sie keimen.

Direktsaat oder Vorziehen - Tomaten, Paprika und Chili

Direktsaat oder Vorziehen - Tomaten, Paprika und Chili 2

Direktsaat oder Vorziehen - Tomaten, Paprika und Chili 3

Direktsaat oder Vorziehen - Tomaten, Paprika und Chili 4


Direktsaat oder Vorziehen – Melone


Melonen können in unserer Region sehr gut wachsen, brauchen aber ebenfalls eine gewisse Vorlaufzeit für den Ansatz der Blüten. Deshalb kommen sie Ende März bis Anfang April in Anzuchterde. Sie haben dann bis Mitte Mai ausreichend Zeit zu kräftigen Jungpflanzen heranzuwachsen.

Empfehlen kann ich folgende Sorten:


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Direktsaat oder Vorziehen – Kürbis, Zucchini und Gurke


Grundsätzlich kann man Kürbis, Zucchini und Gurke direkt ins Beet säen. Die Vorkultur lohnt sich nur, wenn die Pflanzen Anfang April gesät werden. Gegenüber Direktsaat brauchen gepflanzte Jungpflänzchen etwa 2 Wochen bis sie das Umpflanzen überstanden haben. Sät man also Ende April, hat man keinen positiven Effekt. Die Keimung braucht etwa 5-7 Tage. Sät man Anfang April, haben die Pflanzen noch 5 Wochen, um zu kräftigen Jungpflanzen heranzuwachsen. Vor Ende März sollte man nicht aussäen, denn die Starkzehrer haben die Erde ansonsten zu sehr verbraucht und wachsen nicht mehr gut an.

Wenn es im April schön warm ist, stelle ich sie ins Gewächshaus. Dort bekommen sie viel Licht.

Sät man eher aus, kann man eher Früchte ernten. Außerdem hat man den Vorteil, dass man die Pflanzen viel besser verteilen kann und man hat einen guten Überblick, von welcher Sorte man wieviel Pflanzen hat. Nicht jeder Samen keimt.

Hier kannst du mehr lesen über Zucchini


Direktsaat oder Vorziehen – Kohlgewächse


Auch bei Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Weiß-, Rot- und Spitzkohl, Kohlrabi, Wirsing und allen anderen Variationen der Kohlgewächse empfiehlt sich die Vorkultur. Auch hier kann man durchaus einen zeitlichen Vorsprung erzielen. Die ersten Samen kommen bei mir Anfang März in die Erde, der Rest Mitte bis Ende März.


Direktsaat oder Vorziehen – Möhren, Radieschen etc.


Möhren und Radieschen sollte man niemals vorziehen. Umgepflanzte Möhrenpflänzchen wachsen immer merkwürdig, bilden keine richtige Möhre. Außerdem kann man sie schon sehr zeitig aussäen, sodass die Vorkultur unnötig ist.

Tolle Möhrensorten sind zum Beispiel diese:

Eine kurze zarte und süße Möhre, die bestens dazu geeignet ist, immer mal wieder größere zwischendrin herauszuziehen. Durch die kurze Wurzel geht das ganz einfach ohne Abbrechen.


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Wer farblich Abwechslung möchte, dann ist diese Mischung toll. Die Möhren werden bei nicht zu dichter Saat sehr groß und dick. Sie sind geschmacklich sehr intensiv und sehen auch noch dekorativ aus.


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Diese Sorte hat eine purpurfarbene Schale. Da das Fleisch orange ist, schält man sie nicht, sondern bürstet sie nur sauber. Der Kontrast zwischen der Schale und dem Fleisch ist sehr dekorativ. Außerdem ist sie sehr zart.


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Direktsaat oder Vorziehen – Erbsen


Auch hier lohnt sich die Vorkultur nicht. Außerdem bräuchte man sehr sehr viel Platz, um alle Pflanzen vorher in Töpfen ziehen zu können. Auch ist die Aussaat wie bei Möhren schon im März möglich.


Direktsaat oder Vorziehen – Bohnen


Ich habe festgestellt, dass die Vorkultur bei Bohnen durchaus sinnvoll ist. Man kann die Töpfchen je nach Bedarf schön feucht halten, was im Freiland nur mit regelmäßigem Gießen des Beetes geht. Da man Bohnen relativ spät sät, hat man dann schon oft die längere Trockenheit im Frühjahr. Natürlich muss man frisch gepflanzte Bohnen auch gießen, aber sie wachsen viel besser an. Am besten legt man gleich zwei bis vier Bohnen in einen kleinen Topf.

Direktsaat oder Vorziehen - Bohnen 01

Direktsaat oder Vorziehen - Bohnen 02


Direktsaat oder Vorziehen – Mais und Hirse


Bei Mais habe ich in trockenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass Direktsaat teilweise zu Totalausfall führt. Außerdem brauchen die Pflanzen viel länger. Letztes Jahr habe ich beides gemacht. Mitte Mai kamen die Jungpflanzen ins Beet und gleichzeitig Samen ins Beet daneben. Nur zwei kleine Pflänzchen der direkt gesäten Maiskörner kümmerten vor sich hin. Die Pflanzen aus der Vorkultur entwickelten sich deutlich besser. Wobei Mais natürlich regelmäßig Regen möchte, was letztes Jahr nicht optimal war.

Auch Hirse sollte man vorher in Töpfen kultivieren. Hirse braucht bis zur reife sehr lang. Deshalb lohnt es sich, die Samen eher zu säen. Die Aussaat beginnt etwa Mitte bis März bis Anfang April.


Direktsaat oder Vorziehen – Rote Beete, Bunte Beete und Mangold


Bei guten Witterungsbedingungen mit regelmäßigem Regen ist eine Direktsaat völlig ausreichend. Trockenheit führt dazu, dass sie sehr schlecht keimen. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, die Samen vorher zu ziehen. Beete verträgt Umpflanzen sehr gut.

Bunte Beete gibt es zum Beispiel hier:


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Mehr über Rote-Beete kannst du hier in unserem Blog-Beitrag lesen.


Direktsaat oder Vorziehen – Kräuter


Bei Kräutern empfiehlt sich stets die Vorsaat in Töpfen. Da hat man einen guten Überblick, wie viel gekeimt hat. Auch kann man die Erde besser feucht halten.

Viele Grüße und viel Spaß beim säen und vorziehen wünscht dir
Christina

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